Auszeichnung für Wissenschaftler des SFB 841

7.1.2012

Zu den diesjährigen Preisträgern der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung gehört der Nachwuchswissenschaftler Dr. med. Samuel Huber des SFB 841. Der junge Mediziner bekommt den mit 210.000 Euro dotierten Ernst Jung-Karriere-Förder-Preis für medizinische Forschung für seine erfolgreichen Forschungsarbeiten im Bereich der Immunregulation.

„Ich freue mich über die Auszeichnung, die eine enorme Motivation und Hilfe für meinen Start in Deutschland ist“, sagt Dr. Samuel Huber. Mit dem Ernst Jung-Karriere-Förder-Preis für medizinische Forschung zeichnet die Stiftung exzellente Nachwuchsmediziner aus, die nach einem mindestens zweijährigen Forschungsaufenthalt im Ausland wieder nach Deutschland kommen, wissenschaftlich arbeiten und ihre Facharztausbildung anstreben. Huber kehrte letzten Sommer nach einem dreijährigen Aufenthalt an der Yale School of Medicine in New Haven, USA, nach Deutschland zurück.

Im SFB 841 leitet er eine Nachwuchsforschergruppe, die untersucht, wie TH17-Zellen, ein Subtyp der T-Helfer-Zellen, reguliert werden. TH17-Zellen sind wichtig, um Krankheitserreger abzuwehren, können aber auch chronische Entzündungen und autoimmune Erkrankungen verursachen. „Wir suchen nach körpereigenen Mechanismen, mit denen TH17-Zellen kontrolliert werden können“, erklärt Huber. Unter anderem erforschen die Wissenschaftler einen wichtigen Botenstoff der TH17-Zellen, das Interleukin 22 (IL-22). „IL22 kann die Wundheilung, z. B. nach einer Schädigung der Leber, unterstützen“, erklärt Huber. „Wenn es jedoch in hohen Konzentrationen vorkommt, begünstigt es die Entstehung von Krankheiten wie Krebs.“

Anlässlich des Todestages des Stifters und erfolgreichen Hamburger Kaufmanns Ernst Jung am 8. Januar verleiht die Jung-Stiftung jährlich drei Preise: den Ernst Jung-Karriere-Förder-Preis für medizinische Forschung, den Ernst Jung-Preis für Medizin und die Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold.