Heisenberg-Professur für SFB 841-Wissenschaftlerin PD Dr. Maura Dandri

24.8.2012
PD Dr. Maura Dandri, Teilprojektleiterin im Sonderforschungsbereichs 841 (SFB 841) „Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen“, erhält die Bewilligung für eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für den Bereich Virushepatitis. Die Professur wird zunächst für fünf Jahre von der DFG und anschließend dauerhaft von der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg finanziert. Prof. Dr. Ansgar Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik am UKE und Sprecher des SFB 841 freut sich mit der Wissenschaftlerin über die Auszeichnung: „Die Heisenberg-Professur ist nicht nur eine Würdigung der herausragenden wissenschaftlichen Leistung von Frau Dr. Dandri, sondern auch eine Anerkennung für die wissenschaftliche Exzellenz des Schwerpunkts Infektions- und Entzündungsforschung, insbesondere des Sonderforschungsbereichs 841 ‚Leberentzündung’, in Hamburg.“

Dandri forscht an den molekularen Mechanismen, die Hepatitis-B-Viren in die Lage versetzen, in infizierten Leberzellen zu überdauern. Außerdem führt sie präklinische Studien für antivirale Medikamente durch, um die Therapieoptionen der Patienten mit einer chronischen Hepatitis zu verbessern. Bislang wurde die Forschung auf dem Gebiet der viralen Hepatitis durch das Fehlen geeigneter Zellkultursysteme und Tiermodelle stark eingeschränkt. Dandris Arbeitsgruppe gelang es jedoch, am UKE ein Mausmodell für die Hepatitis-B-Virus (HBV)-Infektion zu etablieren, in dem menschliche Leberzellen in der Mausleber angesiedelt werden. Diese Mäuse können mit den humanen Hepatitisviren infiziert werden und entwickeln eine chronische Hepatitis. „Das Modell bietet ideale Voraussetzungen, um die Hepatitis-Viren besser zu verstehen. Vor allem ist es in diesen Mäusen endlich möglich, neue Substanzen gegen die Hepatitis-Viren zu testen“, erläutert Dandri.