Nachwuchsforschergruppen verstärken den SFB 841

20.09.2011
Seit dem Sommer 2011 forschen im SFB 841 zwei neue Arbeitsgruppen, die von jungen Nachwuchswissenschaftlern geleitet werden. Sie beschäftigen sich mit der Rolle von Interleukinen und sogenannten Todesrezeptoren bei Entzündungen der Leber. Der SFB 841 stellt jungen, qualifizierten Wissenschaftlern attraktive Bedingungen für ihre Arbeit zur Verfügung, und fördert damit langfristig den Nachwuchs für die biomedizinische Grundlagenforschung.

Die Gruppe von Dr. Hanno Ehlken erforscht die primär sklerosierende Cholangitis, eine chronische Lebererkrankung. „Wir wollen die Rolle des Immunsystem bei der Entstehung von chronischer Leberentzündung und Leberkrebs besser verstehen“, sagt Hanno Ehlken. „Und dabei richten wir ein besonderes Augenmerk auf Vorgänge, die durch sogenannteTodesrezeptoren vermittelt werden.“ Todesrezeptoren können Zellen des Lebergewebes akut oder chronisch schädigen, und es wird auch diskutiert, ob sie einen Einfluss auf die Entstehung von Leberkrebs haben.

Das Hauptinteresse von Dr. Samuel Huber gilt der Rolle von Interleukin 22 bei der Schädigung von Lebergewebe, und auch bei der anschließenden Regeneration. Dieser Immunbotenstoff kann bei verschiedenen Erkrankungen sowohl einen krankmachenden als auch einen schützenden Effekt haben. Samuel Huber hat hier in Hamburg die optimale Forschungsumgebung gefunden. „Die Einbindung in den SFB 841 stellt für mich eine ungeheure Chance dar“, sagt er. „Das Know-how der verschiedenen Arbeitsgruppen ermöglicht es, genau die Modelle der Leberschädigung zu untersuchen, und die Analysen von humanem Lebergewebe durchzuführen, die für die von uns geplanten Studien notwendig sind.“

Der Sonderforschungsbereich 841 umfasst 21 wissenschaftliche Projekte und ein Graduiertenkolleg, in dem Studenten der Medizin und der Biologie an wissenschaftliches Arbeiten auf internationalem Spitzenniveau herangeführt werden. Die aktuelle erste Förderperiode geht bis Ende 2013. Bei Erfolg ist insgesamt eine Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwölf Jahre möglich.