Studienprogramm

Das Graduiertenkolleg wird durch alle am SFB beteiligten Einrichtungen aktiv unterstützt. Darüber hinaus ergänzen auch Beiträge anderer Einrichtungen des UKE (derzeit Neurologie, Neuropathologie, Nephrologie und Rheumatologie, Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie, Bioinformatik, Gute wissenschaftliche Praxis) zum Thema “Entzündung und Regeneration” das Ausbildungsangebot, was die Thematik vertieft. Auch in diesen Gebieten können Doktorarbeiten generiert werden. Für Doktorandinnen und Doktoranden der Medizin kann das Studienprogramm als Wahlfach anerkannt werden.

Das Studienprogramm

Das Studienprogramm des Graduiertenkollegs besteht aus vier grundlegenen Säulen der Graduiertenausbildung:

  • Die Promovierenden lernen, selbständig wissenschaftliche Thesen zu entwickeln, diese experimentell zu überprüfen, die Versuchsergebnisse kritisch zu interpretieren und diese unter Berücksichtigung von bereits publizierten Daten zu diskutieren.
  • Den Promovierenden werden mit den grundlegenden Konzepten und aktuellen Problemen aus den Gebieten Infektion, Entzündung, Immunologie, Tumorbildung und Tumorpathologie vertraut gemacht und erlernen die modernsten Techniken zur Untersuchung (infektions-)immunologischer und molekularbiologischer Fragestellungen.
  • Die Promovierenden werden geschult in der Präsentation wissenschaftlicher Daten, wie z.B. im Anfertigen wissenschaftlicher Manuskripte auf englisch und in wissenschaftlicher Rhetorik.
  • Es wird Wert gelegt auf einen regelmäßigen Austausch mit Gastwissenschaftlern und wissenschaftlichen Kollegen auf Kongressen. Die Organisation von Symposien sowie die Organisation von Studienaufenthalten, auch außerhalb Deutschlands, stehen dabei mit auf dem Programm.

Die Studierenden sollen bereits in diesem frühen Stadium der Ausbildung den “Berufsalltag” grundlagenorientierter oder klinisch orientierter Wissenschaftler kennen lernen und bereits zu diesem Zeitpunkt damit beginnen, relevante Netzwerke in ihrem Fachgebiet aufzubauen.

Das Studienprogramm im Einzelnen

Journal Club: Die Stipendiaten stellen unter Anleitung ihrer Betreuer jeweils ein aktuelles Paper aus einem hochrangigen Journal ihres Forschungsgebiets vor, um wissenschaftliches Präsentieren zu üben.
Ringvorlesung: In der interdisziplinären Ringvorlesung, die von Projektleitern und Gastrednern gehalten wird, können die Stipendiaten gemeinsam einen Blick über den Tellerrand ihres eigenen Forschungsgebiets werfen.
Methodenseminar: Junge Projektbetreuer stellen aktuelle immunologische und molekularbiologische Methoden wie FACS, Identifizierung von Autoantigenen und Intravital Imaging vor.
Workshop Biostatistik: Sowohl die Planung als auch die Auswertung wissenschaftlicher Arbeiten erfordert gründliche Kenntnisse der zur Interpretation nötigen Statistik. Der einwöchige Workshop Biostatistik bildet Doktoranden in den relevanten statistischen Modellen aus.
Workshop Scientific Writing: Eine professionelle Sprachtrainerin von der TU Darmstadt vermittelt in diesem interaktiven Workshop, wie man auf Englisch wissenschaftliche Artikel präzise und verständlich formuliert. Den Abschluss des Workshops bildet das selbständige Verfassen eines fiktiven Nature-Papers durch die Doktoranden.
Gastwissenschaftlerprogramm: Monatliche Vorträge von Gastsprechern und das einmal im Jahr stattfindende Gastsprechersymposium soll den Kollegiaten ermöglichen, schon während der Promotion Kontakte zu auswärtigen Wissenschaftlern, späteren Laborleitern für Forschungsaufenthalten nach der Promotion (Postdoc) oder anderen Arbeitgebern aufzunehmen. Sie sind auch eingeladen, an den Gastsprecherseminaren des Bernhard-Nocht-Insituts oder des Heinrich-Pette-Instituts teilzunehmen.