B5 - Antigenspezifität und Funktion leberinfiltrierender T-Zellen in der Autoimmunen Hepatitis

B5_Nov2016

Leiterin:

Dr. med. Christina Weiler-Normann
I. Medizinische Klinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20248 Hamburg
Tel.: +49-40-7410-53743
Fax: +49-40-7410-58531
E-Mail: cweiler@uke.de

Projektbeschreibung

Die Autoimmune Hepatitis (AIH) ist eine immunvermittelte, entzündliche Lebererkrankung, die unbehandelt zu Fibrose bis hin zur Zirrhose und deren Komplikationen führt.

Wie sich eine AIH entwickelt, ist bisher unzureichend verstanden. Insbesondere T-Zellen scheinen für den hepatozellulären Schaden verantwortlich zu sein. Jedoch konnten die Autoantigene, welche diese T-Zellen erkennen, bei der Mehrheit der AIH-Patienten noch nicht identifiziert werden. Sie zu bestimmen, könnte die Entwicklung einer spezifischen AIH Therapie ermöglichen. Dies ist von besonderem Interesse, da die derzeitige Standardtherapie bei AIH auf der ungerichteten Gabe von Immunsuppressiva beruht, die alle Aktivitäten des Immunsystems unterdrücken.

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online seit 07.09.2012

In unseren bisherigen Arbeiten konnten wir zeigen, dass entzündungsvermittelnde CD4+ T Zellen eine tragende Rolle in der Pathogenese der AIH einnehmen. Wir konnten sowohl bei T Zellen aus dem peripheren Blut als auch bei den aus der Leber isolierten T Zellen dieser Patienten eine Erhöhung entzündungsvermittelnder Botenstoffe zeigen.

Um die Zielantigene der leberinfiltrierenden CD4+ T Zellen – also die molekularen Zielstrukturen der pathogenen Immunantwort – bei den AIH Patienten zu bestimmen, sollen die Antigenspezifitäten dieser Zellen mithilfe von Kombinatorischen Peptidbibliotheken im positional scanning-Format untersucht werden. Dies bietet zum einen die Möglichkeit, die Ätiologie und Pathogenese der AIH besser zu verstehen, und zum anderen, potentiell neue Therapieansätze zu finden.