B4 - Regulation und Funktion von T-Zellen bei der Malaria

B04_Jacobs_Mackroth

Leitung:

PD Dr. rer nat. Thomas Jacobs
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Abteilung für Immunologie
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Tel.: +49-40-42818-850
Fax: +49-40-42818-400
E-Mail: tjacobs@bnitm.de

Dr. med. Maria Sophia Mackroth
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Martinistr. 52
20246 Hamburg
E-Mail: m.mackroth@uke.de

Weitere teilnehmende Mitarbeiter:

Steeg – MTA
Hüsing – MTA
Dr. rer. nat. Riehn – PostDoc
Lea Kaminski – PhD student

Projektbeschreibung

Im Verlauf der Malaria kann die Immunantwort die Vermehrung der Plasmodien bremsen. Allerdings führt eine zu starke Aktivierung zu einer Pathologie und kann einen lebensbedrohlichen Verlauf der Erkrankung auslösen. Eine effektive Balance zwischen pro- und anti-inflammatorischer Immunantwort bildet sich erst nach vielen Malariaerkrankungen aus.

B4 in 60 SekundenVideoarchiv

online seit 16.04.2014

In den ersten beiden Förderperioden konnten wir zeigen, daß die Blutphase der Malaria mit einer starken Induktion von ko-inhibitorischen Molekülen wie CTLA4, PD1, BTLA, LAG3, TIGIT auf T-Zellen assoziiert ist, welche die Immunantwort modulieren. Kinder mit schwerer Malaria zeigen eine höhere Expression ko-inhibitorischer Moleküle als Kinder mit unkomplizierter Malaria. Interessanterweise wirken Zellen mit hoher Expression ko-inhibtorischer Moleküke hemmend auf andere T-Zellen; sie agieren wie regulatorische T-Zellen (Tr1 Zellen). Diese hemmende Wirkung kann zum einen protektiv wirken, in dem eine stärkere Inflammation mit schwererem Krankheitsverlauf verhindert wird. Auf der anderen Seite kann dies sich jedoch auch negativ auf die Entwicklung einer protektiven Immunantwort auswirken.

Im Fokus der aktuellen Förderperiode steht daher zum einen eine detailliertere Untersuchung der regulatorischen T Zellen (Tr1-Zellen), welche während einer akuten Malaria induziert werden. Desweiteren soll der Effekt dieser regulatorischen T Zellen auf die malaria-spezifische T-Zellantwort zur Leberphase der Malaria während und nach einer Infektion untersucht werden. Die Untersuchungen werden wir in experimentellen Malariamodellen in der Maus sowie an Reiserückkehrer mit Malaria und im Rahmen einer Kohortenstudie in Ghana durchführen.

Aktuelles aus der Arbeitsgruppe:

Mackroth MS, Abel A, Steeg C, Schulze Zur Wiesch J, Jacobs T

Acute Malaria Induces PD1+CTLA4+ Effector T Cells with Cell-Extrinsic Suppressor Function
PLoS Pathog. 2016 Nov 1;12(11):e1005909. doi: 10.1371/journal.ppat.1005909.

Sellau J, Alvarado CF, Hoenow S, Mackroth MS, Kleinschmidt D, Huber S, Jacobs T

IL-22 dampens the T cell response in experimental malaria
Sci Rep. 2016 Jun 17;6:28058. doi: 10.1038/srep28058.

Lapke N, Tartz S, Lee KH, Jacobs T

The application of anti-Toso antibody enhances CD8 T cell responses in experimental malaria vaccination and disease
Vaccine. 2015 Nov 27;33(48):6763-70. doi: 10.1016/j.vaccine.2015.10.065. Epub 2015 Oct 25.

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online seit 20.04.2016