B5 Phänotyp und Antigenspezifität von CD4 T Lymphozyten bei der autoimmunen Hepatitis

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Leiterin:

Dr. med. Christina Weiler-Normann
I. Medizinische Klinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20248 Hamburg
Tel.: +49-40-7410-53743
Fax: +49-40-7410-58531
E-Mail: cweiler@uke.de

Weitere beteiligte Mitarbeiter:

Kirsten Aue-Raschka – Studienschwester
Miriam Schakat– Ph.D. Studentin
Lisa Schulz – Ärztin

Projektbeschreibung

Die Autoimmune Hepatitis (AIH) ist eine immunvermittelte entzündliche Lebererkrankung, die unbehandelt zu Fibrose bis hin zu Zirrhose und deren Komplikationen führt. Typischerweise besteht die Behandlung aus Kortison (sogenannte Induktionstherapie), parallel dazu wird eine Therapie mit einem Kortison-sparenden Medikament (häufig Azathioprin) begonnen, welches in der Regel für Jahre, häufig auch dauerhaft gegeben werden muss.

Im Rahmen dieses Projektes werden wir – im Rahmen einer klinischen Studie – die Wirksamkeit von Infliximab (einem Medikament, welches den Botenstoff „Tumor-Nekrose-Faktor alpha“ unterdrückt) als Induktionstherapie bei der AIH im Rahmen einer klinischen Studie testen. Hierbei soll geprüft werden, ob eine Unterdrückung der Entzündung mit Infliximab (aber ohne Kortison) effektiv möglich ist, daneben werden wir für die Dauer der alternativen Therapie und auch 6 Monate danach weiterhin auch die Lebensqualität und auch die zelluläre Immunantwort untersuchen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne: cweiler@uke.de.

B5 in 60 SekundenVideoarchiv

online seit 07.09.2012

In unseren bisherigen Arbeiten konnten wir zeigen, dass entzündungsvermittelnde CD4+ T Zellen eine tragende Rolle in der Pathogenese der AIH einnehmen. Wir konnten sowohl bei T Zellen aus dem peripheren Blut als auch bei den aus der Leber isolierten T Zellen dieser Patienten eine Erhöhung entzündungsvermittelnder Botenstoffe zeigen.

Um die Zielantigene der leberinfiltrierenden CD4+ T Zellen – also die molekularen Zielstrukturen der pathogenen Immunantwort – bei den AIH Patienten zu bestimmen, sollen die Antigenspezifitäten dieser Zellen mithilfe von Kombinatorischen Peptidbibliotheken im positional scanning-Format untersucht werden. Dies bietet zum einen die Möglichkeit, die Ätiologie und Pathogenese der AIH besser zu verstehen, und zum anderen, potentiell neue Therapieansätze zu finden.

Aktuelles aus der Arbeitsgruppe:

Hartl J, Denzer U, Ehlken H, Zenouzi R, Peiseler M, Sebode M, Hübener S, Pannicke N, Weiler-Normann C, Quaas A, Lohse AW, Schramm C

Transient elastography in autoimmune hepatitis: Timing determines the impact of inflammation and fibrosis
J Hepatol. 2016 Oct;65(4):769-75. doi: 10.1016/j.jhep.2016.05.023. Epub 2016 May 26

Hartl J, Ehlken H, Weiler-Normann C, Sebode M, Kreuels B, Pannicke N, Zenouzi R, Glaubke C, Lohse AW, Schramm C

Patient selection based on treatment duration and liver biochemistry increases success rates after treatment withdrawal in autoimmune hepatitis
J Hepatol. 2015 Mar;62(3):642-6. doi: 10.1016/j.jhep.2014.10.018. Epub 2014 Oct 18

Sebode M, Peiseler M, Weiler-Normann C, Schramm C, Lohse AW, Herkel J

Phenotypic alterations of regulatory T cells in autoimmune hepatitis: causal or associated with treatment and remission?
Hepatology. 2015 Feb;61(2):736-7. doi: 10.1002/hep.27301. Epub 2015 Jan 5.