P2 Die Funktion von Kupfferzellen im innaten Immunsystem: Makrophagen werden durch apoptotische Zellen angelernt

P02_Bosurgi_FP3

Projektleiterin:
Lidia Bosurgi, PhD
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52
20246 Hamburg

E-Mail: l.bosurgi@uke.de

Weitere beteiligte Mitarbeiter:

Imke Liebold – Doktorandin
Madeleine Hamley – Doktorandin

Projektbeschreibung

Kupffer-Zellen (KZ) sind eine Population von stark phagozytischen, im Lebergewebe ansässigen Makrophagen pränatalen Ursprungs. Anders als hämatopoetische Makrophagen sind KZ langlebig und persistieren bis ins Erwachsenenalter. Die Funktion von KZ in Bezug auf ihre lange Lebensdauer ist unbekannt.

Während der Infektion mit Parasiten, wie Schistosoma, die eine Immunantwort induzieren, hauptsächlich durch eine hohe Freisetzung von Zytokinen vom Typ 2, wie IL-4 und IL-13, gekennzeichnet, erhalten Makrophagen in der Leber einen entzündungshemmenden / Gewebeheilungs-Phänotyp. Während der Erwerb dieses Phänotyps für das Wirtsüberleben während der anfänglichen akuten Antwort auf den Parasiten wesentlich ist, ist im späteren Stadium der Infektion eine verstärkte KZ-Entzündungsreaktion auch mit der Entwicklung von Gewebefibrose verbunden.
Unsere früheren Ergebnisse haben gezeigt, dass das Abtasten von apoptotischen Zellen ein kritischer Schritt in der Reaktion von Makrophagen auf Zytokine wie IL-4 und IL-13 ist. Basierend darauf, und in Übereinstimmung mit der hohen Phagozytokapazität von KZ, wollen wir untersuchen, ob die langanhaltende Wahrnehmung apoptotischer Zellen durch KZ ihre Reaktion auf Typ-2-Zytokine im Rahmen einer Schistosoma-Infektion prägen und ihnen ein angeborenes Gedächtnis verleihen kann.

Wir glauben, dass die Untersuchung von Mechanismen der apoptotischen Zelldetektion durch KZ unerforschte therapeutische Ziele in langlebigen Lebermakrophagen offenbaren und entscheidende Erkenntnisse für einen lang anhaltenden Schutz gegen Leberinfektionen liefern können, während Leberfibrose vermieden wird.