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Gianna Rapp (19 Jahre)

Meine Einsatzstelle/Arbeitsgruppe:

Ich arbeite in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Maura Dandri im SFB 841, die über Hepatitis-B- und Hepatitis-D-Viren Grundlagenforschung und Medikamententestung betreibt.

Meine Aufgabenbereiche:

Meine Aufgaben umfassen DNA-, RNA- und Genexpressionsanalysen mithilfe von Methoden wie Polymerasekettenreaktion (PCR) und Fluoreszenzmikroskopie, sowie die Entwicklung neuer Infektionsmodelle in Zellkultur.

Wieso ein FWJ?

In der Schule haben mich Naturwissenschaften sehr interessiert, vor allem Biologie hat mir sehr viel Spaß gemacht. Dabei haben mich besonders die Vorgänge im Körper und die Entstehung und Entwicklung von Krankheiten interessiert. In der Oberstufe und währen der Abiturvorbereitung hat sich mein Wunsch, in der medizinischen Forschung zu arbeiten, entwickelt. Als ich von der Möglichkeit erfahren habe, im Rahmen eines FWJ ein Jahr in einem medizinischen Forschungslabor zu arbeiten, habe ich darin eine tolle Chance gesehen, einen Einblick in die Forschung zu bekommen, praktische Fertigkeiten zu erlernen und zu schauen, ob dieser Beruf etwas für mich ist.

Mein Interesse an der Forschung:

Der menschliche Körper, seine Funktionen und Krankheiten sind sehr komplex und spannend, dabei verstehen wir vieles noch nicht und noch mehr ist unentdeckt. Durch Forschung werden ständig Antworten auf die vielen offenen Fragen gefunden, und irgendwann setzen sich viele kleine Erkenntnisse zu einem großen Gesamtbild zusammen, das uns hoffentlich auch der Heilung bisher tödlicher Krankheiten immer näher bringt. Die ständige Suche nach Antworten, bei der eine Antwort viele neue Fragen aufwirft, und die unglaublich große Themenvielfalt reizen mich sehr an der Forschung.

Mein Studien-/Berufswunsch:

Das FWJ hat meinen Wunsch, in der Forschung zu arbeiten, bestätigt. Um dorthin zu kommen, möchte ich gerne Medizin studieren.

Meine bisherigen Erfahrungen/Erkenntnisse:

Die Arbeit im Labor macht mir sehr viel Spaß, sowohl das praktische Arbeiten als auch die Auswertung und Versuchsplanung. Erstaunt hat mich, wie viel Arbeit selbst hinter einem einfachen Versuch steht und wie viele Daten man sammelt, bis man zu einem Ergebnis kommt. Ich finde es auch sehr toll, dass ich nach einer Einarbeitungsphase am Anfang jetzt sehr viel alleine machen kann und darf.
Das FWJ ist auf jeden Fall eine super Erfahrung und Orientierungsmöglichkeit, und ich würde es jedem weiter empfehlen, der sich in Richtung Naturwissenschaften und Forschung interessiert. Ich bin in meiner Arbeitsgruppe von sehr netten Leuten umgeben, die mich sehr gut eingearbeitet haben, mir alle Fragen beantworten und helfen, wenn es nötig ist.

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Steffen Nolte (19 Jahre)

Meine Einsatzstelle/Arbeitsgruppe:

Meine Arbeitsstelle ist die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Heeren im SFB 841. Diese beschäftigt sich mit der Erforschung von Leberverfettung, ausgelöst durch freie Fettsäuren, die in die Leber aufgenommen werden.

Meine Aufgabenbereiche:

Generell beschäftige ich mich mit den Stoffwechselvorgängen in der Leber. Mittels Fluoreszenzfärbung und Immunhistologie färbe ich Proteine in Leberproben an und untersuche diese unter dem Mikroskop.

Wieso ein FWJ?

Die naturwissenschaftlichen Fächer haben mich schon in der Schule am meisten interessiert. Im Biologie-Leistungskurs in der Oberstufe hat sich dann mein Interesse an der Forschung entwickelt. Durch Internetrecherchen bin ich zu diesem Pilotprojekt gekommen, welches mein Interesse erregte. Schließlich habe ich mich dafür beworben, da ich mir mit diesem Jahr die Gewissheit geben wollte, dass mir Forschung auch längerfristig noch Spaß machen könnte.

Mein Interesse an der Forschung:

Am interessantesten an der Forschung finde ich die Zusammenarbeit in bestimmten Themen.
Geforscht wird an einem Thema nicht nur an einem Ort, sondern quer über die Welt verteilt. Es
werden Kooperationen geschlossen und Großprojekte geplant, wo jedes beteiligte Institut seinen Teil
dazu beiträgt. Besonders interessant an der medizinischen Forschung ist aber, dass die Erkenntnisse, die man gewinnt, wohl möglich irgendwann einem Menschen das Leben retten können. Dabei ist es egal, welche Religion, Hautfarbe oder Ansicht der Welt er hat.

Mein Studien-/Berufswunsch:

Meine Präferenz ist ein Medizinstudium. Sollte dies nicht funktionieren, könnte ich mir auch
vorstellen, ein Biochemiestudium zu beginnen.

Meine bisherigen Erfahrungen/Erkenntnisse:

Besonders überrascht hat mich der Umfang der Arbeit, der hinter einem Paper steckt. Wie viele
Versuche geplant und durchgeführt werden müssen und wie lange das eigentliche Schreiben dauert.
Trotzdem würde mich dies nicht davon abhalten, ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich zu
beginnen.